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Heinlad wirkt meist verwirrt und sehr wage. Er hat eine Uhr in seinem
Magen, die es ihm erlaubt die Zeit zu manipulieren. Seine supergeheime
Fähigkeit ist, dass er in begrenztem Maße die Zeit anhalten oder strecken
kann, allerdings gibt es einen Haken daran: er kann es nicht vollständig
kontrollieren. Heinlads Vergangenheit und seine Kampffähigkeiten sind ein
Rätsel.
Robotermodus: Erstmal fällt auf, dass Heinrad eine recht große Figur
ist. Figuren die exklusiv für den japanischen Markt gebaut wurden fallen
oft nicht in die Größenklassen, die wir von ihren japanischen Gegenstücken
kennen, aber ich würde Heinrad mal als großen Voyager mit Tendenz zum Ultra
bezeichnen. Er ist kräftig gebaut und wirkt ziemlich muskulös. Und obwohl
es offensichtlich ist, dass er sich in irgendein Tier mit Fell verwandelt,
so gibt es doch (zumindet von vorne) eigentlich keinen Hinweis darauf, was
es für eines ist.
Auffällig natürlich auch die große Uhr in seinem Torso. Und bevor jemand
fragt: ja, es ist eine funktionsfähige Uhr. Eine einzelne AAA Batterie
bringt sie zum Ticken und ein Wecker ist auch eingebaut. Man kann den
Wecker durch Herausziehen des Kopfes „scharf“ machen und durch Reindrücken
abschalten. Der Wecker funktioniert nur im Robotermodus. Somit dürfen sich
die Chrono Label Figuren hinten anstellen, Heinrad war der erste
funktionsfähige Uhr-Transformer. Die Uhr ist natürlich kaum zu übersehen,
aber sie schränkt die Figur auch in keinster Weise ein, weder vom Look noch
von der Beweglichkeit her.
Zum Thema Beweglichkeit: Heinrad hat die volle Bewegungsfreiheit, die man
von einer Beast Wars Figur ja auch erwartet. Er ist wegen dem
Uhrmechanismus in seinem Torso ein wenig toplastig, hat aber trotzdem kein
Problem mit dynamischen Posen. Seine Füße, speziell die Hacken, hätten
einen Tick größer sein können, um ihm einen besseren Stand zu geben, aber
ein echtes Problem ist das auch nicht.
Mein Lieblingsteil an diesem Roboter ist der Kopf, ein wirklich schön
gemachtes Stück, das außerdem noch ein Gimmick bietet. Heinrad hat eine Art
Visier, dass er über die Augen ziehen kann, sei es jetzt als Zielhilfe oder
was auch immer. Sehr schön auf jeden Fall. Seine Waffe ist eine Art Gewehr
oder Raketenwerfer, zusammengebaut aus den zwei Gegenständen, die er im
Biestmodus dabei hat (siehe unten). Nicht die beste Waffe aller Zeiten,
aber adäquat. Alles in allem also ein toller Robotermodus mit nur ein, zwei
Kleinigkeiten, die noch besser hätten sein können. Daumen hoch.
Biestmodus: Heinrad verwandelt sich in einen Tanuki, eine Kreatur
aus der japanischen Folklore, die einem Waschbär ähnelt (oder besser gesagt
dem japanischen Waschbär-Hund, Nyctereutes Procyonoides Viverrinus für die
Latein-Begabten unter uns). Der Tanuki trägt eine Flasche mit Sake mit sich
(sie trinken wohl viel und gerne), sowie ein Buch mit den Namen der Leute,
die er ausgetrickst und abgezogen hat (Tanukis sind nicht nett). Die zwei
Gegenstände verbinden sich im Robotermodus zu seinem Gewehr. Außerdem sind
Tanukis wohl für ihre gewaltigen Hoden bekannt, auf denen sie trommeln (tut
das nicht weh?). Somit hat dieses Kinder-Spielzeug hier tatsächlich Hoden,
ja. Allerdings sind sie nur als kleine graue Blöcke dargestellt, lediglich
ihre Position zwischen Heinrads Beinen verrät ihre Identität. Seine Arme
sind übrigens nicht lang genug, um darauf zu trommeln, was mich irgendwie
erleichtert. Heinrads Spark-Kristall befindet sich auf einem der Hoden, das
möge jeder interpretieren, wie er will.
Die Uhr befindet sich jetzt auf Heinrads Bauch, was aber nicht wirklich
einen Unterschied macht. Die Arme sind die selben wie im Robotermodus, die
Beine allerdings sind wesentlich kürzer. Eine sehr positive Überraschung:
Obwohl der Tierkopf aus zwei Hälften geformt wird, die im Robotermodus
Heinrads Schultern bilden, ist er beweglich. Jetzt nicht komplett, aber der
Tanuki kann sowohl nach oben, als auch ein wenig nach rechts und links
schauen. Schön gemacht. Die Detaillierung am Tierkopf und am Tier allgemein
ist ebenfalls gelungen. Insgesamt also eine recht seltsame Wahl für den
Tiermodus, aber gut umgesetzt. Keine Beschwerden.
Bemerkungen: Beast Wars Neo war eine nur in Japan ausgestrahlte
Ablegerserie von Beast Wars und ist für ihre seltsamen Biestmodi bekannt.
Wir hatten da ein Mammut, eine Giraffe, einen Pinguin und nun auch eine
Kreatur aus der japanischen Folklore, die für ihre gewaltigen Hoden bekannt
ist. Mit einer Uhr im Torso hat Heinrad logischerweise Zeit-bezogene
Fähigkeiten. Im Comic und Cartoon konnte er die Zeit anhalten, während in
die Beast Wars Profilserie von IDW als Zeitreisenden bezeichnete, der auch
mal gerne einfach verschwand, weil er seine Fähigkeiten nicht perfekt
beherrscht. Wie auch immer, die Figur ist Spitzenklasse und wenn man den
Hintergrund des Biestmodus ignoriert, gibt’s auch dort nichts auszusetzen.
Die Tatsache, dass er ein funktionierender Wecker ist, ist für mich
lediglich ein kleiner Bonus, aber trotzdem nett. Unterm Strich also: allen
Beast Wars Fans empfohlen.
Gesamtnote: 1-